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Unsere Geschichte – vom Schmiedefeuer 1903 zum Metallbau in Johnsbach

Wer heute durch unsere Werkstatt in Johnsbach bei Glashütte geht, sieht man Bandsäge, Bohrmaschine u. Akkutechnik und hört Winkelschleifer und Schweißgeräte. Wer genau hinschaut, findet aber noch die Spuren des Anfangs: Aus einer Dorf- und Hufschmiede ist über vier Familiengenerationen ein Metallbaubetrieb geworden – am selben Ort, mit demselben Namen und mit der gleichen Haltung zur Arbeit. Seit 1903 verarbeitet die Familie Kummer Metall im Osterzgebirge, erst am Amboss, heute mit moderner Technik. Diese lange Linie ist nichts, womit wir Werbung machen müssen. Sie steckt einfach in jeder Naht, die wir ziehen.

Auf dieser Seite erzählen wir, wie aus der Schmiede der Metallbau Kummer wurde – ehrlich, ohne Verklärung, denn die Geschichte unseres Betriebs ist auch ein Stück Geschichte dieser Region.

1903: Der Anfang am Amboss

Gegründet wurde das Unternehmen 1903 von Ernst Louis Kummer als Dorf- und Hufschmiede. Damals gehörte der Schmied zum festen Bestand jedes Dorfes: Er beschlug die Pferde der Bauern, reparierte Gerät, schmiedete, was gebraucht wurde. Die Schmiede war in den ersten Jahrzehnten kein eigenes Gebäude, sondern im Wohnhaus untergebracht – Werkstatt und Familienleben unter einem Dach. So begann das, was bis heute trägt.

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1953: Eigene Werkstatt, zweite Generation

Ein halbes Jahrhundert lang blieb die Schmiede im Wohnhaus. 1953 änderte sich das gleich doppelt: In diesem Jahr entstand die erste eigenständige Werkstatt, und Gerhard Kummer übernahm den Handwerksbetrieb in zweiter Generation. Der Schritt aus dem Wohnhaus in eine eigene Werkstatt war mehr als ein Umzug – er war das Zeichen, dass aus dem Handwerk ein Betrieb mit Zukunft werden sollte.

DDR-Jahre: Schmiede im Wandel

Mit der Gründung der örtlichen LPG verschoben sich die Aufgaben. Neben dem klassischen Schmiede- und Hufbeschlag fertigte die Werkstatt zunehmend Kleinteile für Anbaugeräte, übernahm Reparaturen und entwarf Neues. Ab den 1970er Jahren kamen vor allem Arbeiten für größere VEB-Betriebe hinzu. Es war eine Zeit, in der man mit dem auskommen musste, was da war – und genau das schult ein Handwerk: improvisieren, instand setzen, selbst herstellen, statt einzukaufen. Diese Fähigkeit, eine Lösung zu bauen statt sie zu bestellen, ist uns bis heute geblieben.

1983: Der Meisterbrief, dritte Generation

1983 qualifizierte sich Herbert Kummer zum Handwerksmeister und führt den Betrieb seitdem. Mit ihm kam der nächste Generationswechsel – und damit die Kontinuität, die einen Familienbetrieb ausmacht: Wissen wird nicht angelernt, sondern weitergegeben, vom Vater an den Sohn, über Jahre in der Werkstatt.

Nach der Wende: Aus der Schmiede wird der Metallbau

Mit der Wiedervereinigung kam der größte Umbruch. Aus der Schmiedewerkstatt wurde der Metallbaubetrieb Herbert Kummer. Die Auftragslage wuchs, und die alte Werkstatt reichte bald nicht mehr aus. 1993 entstand deshalb aus der alten Scheune ein Neubau mit Werkstatt, Büro und Sozialtrakt – die Grundlage für den Betrieb, wie es ihn heute gibt. Aus dem Schmied von einst war ein moderner Stahl- und Metallbauer geworden, ohne dass die Wurzeln gekappt wurden.

2003: 100 Jahre Kummer

2003 feierten wir mit zahlreichen Gästen das 100-jährige Firmenjubiläum. Historische Dokumente aus der Betriebsgeschichte waren ausgestellt, die ganze Familie war versammelt – ein Tag, an dem deutlich wurde, was hundert Jahre an einem Ort bedeuten. Solche Jubiläen kann man nicht herbeireden; man muss sie sich über Generationen erarbeiten.

Heute: Tradition und nächste Generation

Heute arbeiten wir als kleines, eingespieltes Team aus Facharbeitern und Auszubildenden – kurze Wege, klare Verantwortung, jeder kennt jeden Auftrag. Mit Eric Kummer, ebenfalls Handwerksmeister und Christian Kummer ist die nächste Generation längst im Betrieb. Damit ist gesichert, dass der Name Kummer auch in Johnsbach bleibt, wo er hingehört.

Was sich über die Jahrzehnte verändert hat, ist die Technik. Was geblieben ist, ist die Art zu arbeiten: sauber, zuverlässig und termingerecht, mit eigener Fertigung und persönlicher Betreuung. Vom Schmiedefeuer 1903 bis zum heutigen Stahl- und Metallbau in Sachsen zieht sich diese eine Linie – und genau die merken unsere Kunden, ob privater Bauherr, Gewerbebetrieb oder öffentlicher Auftraggeber.

Die Geschichte in Stichpunkten

  • 1903 – Gründung als Dorf- und Hufschmiede durch Ernst Louis Kummer
  • bis 1953 – Schmiede im Wohnhaus
  • 1953 – erste eigenständige Werkstatt, Übernahme durch Gerhard Kummer
  • ab den 1970ern – Fertigung für LPG und VEB-Betriebe
  • 1983 – Herbert Kummer wird Handwerksmeister und übernimmt den Betrieb
  • nach 1990 – Wandel zum Metallbaubetrieb Herbert Kummer
  • 1993 – Neubau mit Werkstatt, Büro und Sozialtrakt aus der alten Scheune
  • 2003 – 100-jähriges Firmenjubiläum
  • heute – Familienbetrieb weiterhin in Meisterhand und Fachkompetenz des Teams

Lernen Sie uns kennen

Geschichte schafft Vertrauen, aber überzeugen muss am Ende die Arbeit. Schauen Sie sich an, was wir fertigen – von Balkonen und Geländern über Treppen und Tore bis zum Stahlbau – oder sprechen Sie uns direkt auf Ihr Vorhaben an. Wir sind, wo wir seit 1903 sind: in Johnsbach bei Glashütte, mitten im Osterzgebirge.